Lesotho, 2026, 82 min, Lemohang Jeremiah Mosese, English, NRW Premiere
Through a cyclical concept of time, Lemohang Jeremiah Mosese explores how the history of colonialism continues to shape his homeland, Lesotho. Through hauntingly beautiful cinematography and a dense, poetic voice-over, the film moves between memory, history, and visions of the future. Mosese expresses a deep love and longing for his homeland, while confronting the violence and psychological scars left by colonialism. The landscape often feels hollow, almost ghostlike, yet beneath this darkness there remains a sense of hope and possibility. The film’s dreamlike imagery connects the personal with the political, showing how colonial violence can become internalized and turn inward. At the same time, Mosese looks towards ancestral knowledge and cultural memory as a way of imagining a different future, one that is more connected to history, community, and ways of understanding the world that colonialism attempted to erase.
__________________________________________
Durch ein zyklisches Zeitverständnis untersucht Lemohang Jeremiah Mosese, wie die Geschichte des Kolonialismus seine Heimat Lesotho weiterhin prägt. Durch eine eindringlich schöne Bildsprache und einen dichten, poetischen Voice-over bewegt sich der Film zwischen Erinnerung, Geschichte und Visionen der Zukunft. Mosese bringt eine tiefe Liebe und Sehnsucht nach seiner Heimat zum Ausdruck und setzt sich zugleich mit der Gewalt und den psychologischen Narben auseinander, die der Kolonialismus hinterlassen hat. Die Landschaft wirkt oft hohl, beinahe geisterhaft, und doch bleibt unter dieser Dunkelheit ein Gefühl von Hoffnung und Möglichkeit. Die traumartige Bildsprache verbindet das Persönliche mit dem Politischen und zeigt, wie koloniale Gewalt verinnerlicht werden und sich nach innen richten kann. Gleichzeitig richtet Mosese seinen Blick auf das Wissen der Vorfahren und das kulturelle Gedächtnis als Möglichkeit, eine andere Zukunft zu denken – eine Zukunft, die stärker mit Geschichte, Gemeinschaft und Formen des Weltverständnisses verbunden ist, die der Kolonialismus auszulöschen versucht hat.
Friday, 25.09. / 13:00 / Kino 3
