Philippines, 2026, 72 min, P. R. Monencillo Patindol, Cebuano, Germany Premiere
After their father is murdered, two brothers are left suspended between grief, trauma and an uncertain future. The film’s unique visual texture emerges through desaturated colour, abrupt shifts in compositional scale, and a striking interplay of static and handheld camerawork. Its images seem to float between states of mind, where memory, imagination and reality quietly overlap. Refusing definitive moral statements, the film instead allows its characters and their relationships to remain unresolved. The older brother finds an unexpected sense of freedom in reconnecting with his father’s killer’s son, while the younger, largely mute after witnessing the murder, retreats into solitude and the mysterious presence of a giant tree. The forest becomes a space beyond judgement, where grief and freedom can coexist. As time passes and the landscape itself changes, the film remains suspended between past and future, loss and liberation, leaving its characters and us without easy answers.
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Nach der Ermordung ihres Vaters bleiben zwei Brüder zwischen Trauer, Trauma und einer ungewissen Zukunft schwebend zurück. Die einzigartige visuelle Textur des Films entsteht durch entsättigte Farben, abrupte Wechsel in der kompositorischen Größenordnung und ein markantes Zusammenspiel von statischer und handgeführter Kameraarbeit. Seine Bilder scheinen zwischen verschiedenen Bewusstseinszuständen zu schweben, in denen Erinnerung, Vorstellungskraft und Realität still ineinander übergehen. Der Film verweigert definitive moralische Aussagen und lässt stattdessen seine Figuren und ihre Beziehungen ungelöst. Der ältere Bruder findet ein unerwartetes Gefühl von Freiheit, als er sich wieder mit dem Sohn des Mörders seines Vaters verbindet, während der jüngere, seit dem Miterleben des Mordes weitgehend verstummt, sich in die Einsamkeit und die geheimnisvolle Präsenz eines riesigen Baumes zurückzieht. Der Wald wird zu einem Raum jenseits des Urteils, in dem Trauer und Freiheit nebeneinander bestehen können. Mit der Zeit und den Veränderungen der Landschaft selbst bleibt der Film zwischen Vergangenheit und Zukunft, Verlust und Befreiung schwebend und lässt seine Figuren und uns ohne einfache Antworten zurück.
Sunday, 27.09. / 13:30 / Kino 1
